Startseite » Die Lücke „Direct Send” in Microsoft 365: Was jedes Unternehmen wissen muss
Von Cian Fitzpatrick | 10. Oktober 2025
Cyberkriminelle sind clever und werden immer geschickter darin, ihre Phishing-E-Mails. Ein aktuelles Beispiel betrifft eine Microsoft 365 Funktion namens „Direct Send. Sie wurde entwickelt, um das Leben zu erleichtern, indem bestimmte Geräte E-Mails versenden können, ohne sich anzumelden. Diese Bequemlichkeit kann jedoch ausgenutzt werden.
Es gibt Hinweise darauf, dass Angreifer Direct Send nutzen, um E-Mails zu versenden, die so aussehen, als kämen sie aus einem Unternehmen. Dabei werden keine Konten gehackt und keine Passwörter gestohlen. Stattdessen nutzen die Angreifer die Tatsache aus, dass Microsoft 365 einigen Systemen erlaubt, Nachrichten ohne Authentifizierung zu versenden.
Direct Send ist eine integrierte Funktion von Microsoft 365, mit der Geräte wie Drucker, Scanner oder interne Systeme E-Mails direkt an Benutzer senden können, ohne dass diese sich anmelden müssen. In einer vertrauenswürdigen Umgebung ist es leicht zu erkennen, wie diese Funktion alltägliche Büroaufgaben vereinfachen und Zeit sparen kann.
Doch genau diese Bequemlichkeit birgt auch Risiken.
Ein Cyberkrimineller muss lediglich den Microsoft 365-Tenantnamen Ihres Unternehmens und die E-Mail-Adresse einer Person innerhalb Ihres Unternehmens kennen. Mit diesen Informationen kann er dann eine E-Mail versenden, die wie eine echte interne E-Mail aussieht. Für den Empfänger scheint sie von einem vertrauenswürdigen Kollegen oder System zu stammen. In Wirklichkeit wurde die E-Mail jedoch von außerhalb des Unternehmens versendet.
Bei dieser speziellen Art von Phishing-Angriff versenden Cyberkriminelle E-Mails, die wie Voicemail- oder Faxbenachrichtigungen aussehen. Jede Nachricht enthält entweder einen PDF-Anhang oder einen QR-Code, der zu einer gefälschten Anmeldeseite führt. Sobald die Empfänger den Code scannen oder die Datei öffnen, werden sie zu einer überzeugend gestalteten Website im Stil von Microsoft 365 weitergeleitet, auf der sie zur Eingabe ihrer Anmeldedaten aufgefordert werden.
Sicherheitsblocker lassen diese Nachrichten passieren, da sie scheinbar aus dem Unternehmen stammen. Obwohl die Nachrichten-Header eindeutige Anzeichen einer Fälschung aufwiesen, wie externe IP-Adressen und fehlgeschlagene Authentifizierungsprüfungen, sind diese Details für die meisten Benutzer nicht sichtbar und können leicht an den Standardfiltern vorbeikommen.
Diese Art von Phishing-Angriff zeigt, wie raffiniert Cyber-Bedrohungen mittlerweile geworden sind.
Moderne Angreifer verlassen sich nicht mehr darauf, Konten zu hacken. Sie manipulieren nun die Systeme, denen wir am meisten vertrauen. Durch die Ausnutzung legitimer Microsoft 365-Funktionen können böswillige Akteure glaubwürdige Nachrichten versenden, die grundlegende E-Mail-Sicherheitsmaßnahmen umgehen und das Vertrauen der Menschen ausnutzen.
Wenn ein Mitarbeiter eine E-Mail sieht, die wie eine interne E-Mail aussieht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er auf einen Link klickt oder ein Passwort eingibt, erheblich. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines stärkeren E-Mail-Schutzes und eines kontinuierlichen Bewusstseins für Cybersicherheit auf allen Ebenen des Unternehmens.
Dies ist eine Bedrohung, die es zu beachten gilt. Die gute Nachricht ist, dass es klare und praktische Maßnahmen gibt, mit denen Ihr Unternehmen sich schützen kann.
Der Direct Send-Exploit erinnert uns daran, dass starke Sicherheit mehr als nur Technologie ist. Es geht darum, zu verstehen, wie Systeme funktionieren und wo Schwachstellen auftreten können. Cyberkriminelle werden immer nach praktischen Funktionen suchen, die sie zu ihrem Vorteil ausnutzen können.
Um sicher zu bleiben, müssen Unternehmen die richtigen Tools, die richtigen Richtlinien und die richtige Kultur miteinander kombinieren. Jeder spielt dabei eine Rolle, von den Führungsteams, die den Ton für das Sicherheitsbewusstsein angeben, bis hin zu den Mitarbeitern, die täglich sichere E-Mail-Gewohnheiten praktizieren.
Unser Team ist darauf spezialisiert, Unternehmen vor Phishing- und Spoofing-Angriffen zu schützen. Mit der E-Mail-Sicherheit von Topsec werden schädliche Nachrichten gestoppt und herausgefiltert, lange bevor sie Ihren Posteingang erreichen.
Wir unterstützen Unternehmen dabei, robuste Microsoft 365-Sicherheitskonfigurationen zu implementieren, DMARC-Richtlinien zu stärken und das Bewusstsein der Mitarbeiter für neue Bedrohungen zu schärfen.
Cyber-Bedrohungen entwickeln sich ständig weiter, aber Sie können ihnen einen Schritt voraus sein. Mit Topsec als Partner profitieren Sie von kontinuierlicher Transparenz, fachkundiger Beratung und bewährtem Schutz für Ihre wichtigsten Kommunikationswege. Gemeinsam machen wir Ihr Unternehmen in einer zunehmend digitalen Welt sicherer, stärker und widerstandsfähiger.
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